01.10.2018

Alltagsunterstützende Assistenzsysteme bereichern die Pflege - AAL Kongress Karlsruhe bringt Praxis und Wissenschaft zusammen

Alltagsunterstützende Assistenzlösungen entlasten Pflegende und helfen Unterstützungsbedürftigen.
Alltagsunterstützende Assistenzlösungen entlasten Pflegende und helfen Unterstützungsbedürftigen.

Karlsruhe, 1. Oktober 2018 - Laut der aktuellen Erhebung des Statistischen Bundesamtes waren im Jahr 2015 rund 2,9 Millionen Menschen in Deutschland im Sinne des Pflegeversicherungsgesetzes pflegebedürftig. Bis 2060 könnte diese Zahl auf 4,8 Millionen Menschen ansteigen. Gesellschaft und Politik sind alarmiert, Bundesgesundheitsminister Jens Spahn reagiert mit einer Pflegeoffensive. Der gegenwärtige Entwurf des Pflegepersonal-Stärkungsgesetzes sieht unter anderem eine Entlastung von Fachkräften durch Fördermittel für Digitalisierung und Leistungen zur betrieblichen Gesundheitsförderung vor. Alltagsunterstützenden Assistenzlösungen (AAL) kommt hier eine Schlüsselrolle zu: Sie entlasten Pflegende durch intelligente Systeme und ermöglichen Unterstützungsbedürftigen, ein möglichst selbstbestimmtes Leben zu führen. Derartige AAL-Systeme werden vom 11. bis 12. Oktober 2018 auf dem AAL Kongress Karlsruhe in der Messe Karlsruhe vorgestellt.

Fachkongress mit begleitender Ausstellung

Fachleute und Entscheider aus ambulanter und stationärer Pflege, Wissenschaft und Forschung sowie Entwickler aus dem Bereich AAL kommen auf dem Kongress in der Messe Karlsruhe zusammen, um Expertenvorträge zu hören, sich über Neuheiten auszutauschen und Innovationen auf der begleitenden Ausstellung kennenzulernen. Highlights sind beispielsweise das autarke Notrufsystem „Grannyguard“ der pikkerton GmbH, intelligente Pflegebetten mit Monitoring- und Hinweisfunktion der Hermann Bock GmbH, das innovative Pflegepflaster und TeleCare-System der MOIO GmbH oder eine Sturzrisikoermittlungs-App der Lindera GmbH. In den Vorträgen geben Experten Antworten auf die Fragen: Welche Assistenzsysteme können speziell bei Demenz unterstützen? Wie gelingt es, Ältere über Smartphone und Smartwatch zu aktivieren? Welche baulichen Maßnahmen helfen, das Wohnen im Alter sicherer zu gestalten? Weitere Themen sind unter anderem die Finanzierung, der Datenschutz und die Sicherheit von technischen Assistenzsystemen. Darüber hinaus werden assistierte Kommunikationssysteme, das Konzept eines modularen Leichtbau-Exoskeletts zur Unterstützung physischer Arbeit bis hin zu sich anpassenden Toiletten präsentiert.

Der AAL Kongress gliedert sich in einen zweitägigen Wissenschaftskongress (11. und 12. Oktober 2018) und einen eintägigen Praxiskongress (am 12. Oktober 2018). Die Programmgestaltung des Wissenschaftskongresses verantwortet der Technologieverband VDE (Verband der Elektrotechnik Elektronik und Informationstechnik e.V.). Weitere Informationen zum Programm, den Experten und zur Ticketbuchung finden sich online auf www.aal-karlsruhe.com.

Produktvideos zu den vorgestellten Ausstellungshighlights:

  • TeleCare-System Moio care: https://moio.care/
  • Lindera SturzApp: https://lindera.de/mobilitaetstest-2/
  • Autarkes Notrufsystem „Grannyguard“: http://grannyguard.de/
  • Intelligente Pflegebetten mit Monitoring- und Hinweisfunktion: https://www.bock.net/innovationen/smart-care-control/

Quellen zum ersten Absatz:

  • Statistisches Bundesamt (23.08.18): https://de.statista.com/themen/785/pflege-in-deutschland/
  • Demografie Portal des Bundes und der Länder (23.08.18): http://www.demografie-portal.de/SharedDocs/Informieren/DE/ZahlenFakten/Pflegebeduerftige_Anzahl.html

Pressekontakt

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