18.07.2018

Wohnen mit AAL - Themenpate Lothar Schöpe im Interview

Im Gespräch mit renommierten Experten aus dem AAL Umfeld möchten wir Ihnen die diesjährigen Kongressthemen des AAL Wissenschaftskongress näher vorstellen. Zum Auftakt haben wir uns mit Lothar Schöpe zum Thema "Wohnen mit AAL" unterhalten.

Lothar Schöpe - Themenbotschafter

Was ist Ihr Bezug zu „Wohnen mit AAL“?

Über 10-jährige Erfahrung und kritische Auseinandersetzung mit dem Anwendungsgebiet „AAL und demografischer Wandel“ durch industrielle und öffentlich geförderte Projekten der angewandten Forschung sowie entsprechender Verbands- und Gremienarbeit im DIN, DGBMT und VDI/VDE.

Was macht das Thema „Wohnen mit AAL“ für Sie aus?

Die Unterstützung des selbstbestimmten Wohnens in der häuslichen Umgebung durch haushaltsnahe und wohnbegleitende Dienstleistungen mit und ohne technischer Unterstützung in allen Lebensabschnitten/-situationen eines Bewohners/Mieters auch mit besonderem Fokus auf Vermeidung von Vereinsamungstendenzen bei älteren Menschen.

"Aufgrund der aktuellen „guten“ Wohnungssituation verpassen die Unternehmen der Wohnungswirtschaft die Chance sich weiterhin intensiver mit den Herausforderungen des Wohnens der Zukunft mit und ohne technische Unterstützung für alle Bewohnergruppen zu stellen."

Welche aktuellen Entwicklungen finden Sie besonders spannend? Welche Umsetzungen finden Sie besonders spannend?

Trotz der datenschutzrechtlichen Bedenken und Herausforderungen ist die Nutzung und Steuerung von Systemen für AAL durch Sprachsteuerung – insbesondere für ältere Menschen – eine spannende Entwicklung, wenn es gelingt, weniger über Schlüsselwörter, sondern mehr über das natürlich gesprochene Wort/Satz Aktionen auszulösen.

Was sind aus Ihrer Sicht die größten Herausforderungen, Risiken oder Chancen?

Bei der Entwicklung von nachhaltigen Geschäftsmodellen für Anbieter/Betreiber von Systemen für haushaltsnahe und wohnbegleitende Dienstleistungen mit und ohne technischer Unterstützung müssen neue Ansätze, die sich aus der gesellschaftlichen Diskussion ergeben, wie z.B. Datennutzungskonzepte („FairShare“) stärker berücksichtigt werden, um eine wirtschaftliche Tragfähigkeit zu erreichen, denn eine singuläre Finanzierung durch einen einzelnen Akteur wird es nicht geben.

Wo sehen Sie das meiste Potential? Wo erwarten Sie die meisten Entwicklungen?

Der Nutzen von Systemen für haushaltsnahe und wohnbegleitende Dienstleistungen mit und ohne technische Unterstützung für Bewohner/Mieter muss stärker herausgestellt werden. D.h. der Bewohner/Mieter muss Unterstützung bei Aktivitäten des täglichen Lebens erhalten. Dies kann durch neue streamingorientierte Recommender-Algorithmen bei der Spracherkennung erfolgen.

Kurzvita

Gesellschafter und Mitglied der Geschäftsführung der „Smart Living – Anwendungen für Service-Wohnen GmbH (Dortmund) mit den Schwerpunkten Forschung, Förderprojekte und neue Anwendungsfelder für AAL und Service-Wohnen. http://www.smartliving.com.de/lothar-schoepe

Im Rahmen des AAL Wissenschaftskongress wird das Thema "Wohnen mit AAL" als Unterthema integriert.

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